# THE LITTLE THINGS 09.17

Kindheitserinnerung

Ja ich weiß, es ist nicht mehr September und ich bin viel zu spät dran mit diesem Post. Aber ich bin oft ein Mensch der überfordert ist, weil er einfach zu viele Ideen und Texte im Kopf hat. Dazu gab es in dem letzten Monat so viele schöne Ereignisse. Aber einen bestimmten Moment, der eigentlich so klein war, aber für mich so groß, möchte ich mit euch teilen.

Ich war anfang September das erste mal zwölf Tage alleine im Strandurlaub und das nach über 10 Jahren. Das war natürlich schon eigentlich ein Erlebnis, welches ich hier beschreiben kann, aber es gab ein Schlüsselerlebnis, dass mir jetzt noch die Tränen in die Augen bringt.

Ich weiß nicht wieso es so war, aber ich habe mir ein Hotel mit direkter Standlage gebucht und habe trotzdem die ersten Tage nur am Pool verbracht. Ich habe mir eingeredet es sei wegen der Wärme, dem Schatten oder sonst was – aber ich hatte in mir eine Blockade. Und selbst Das wird mir jetzt in diesem Moment erst bewusst, wo ich diesen Text schreibe.

Als ich dann den ersten Tag am Strand lag, lag ich da…und hatte das Meer genau vor meiner Nase. Ich genoss den Geruch, das Rauschen und wie sich das Licht in den Wellen spiegelte und zu glitzern schien.

Als die erste Welle meine Füße steifte, war es wie ein streicheln, ein streicheln aus alten Zeiten. Ich bewegte mich langsam ins Nasse, bis die Frische mich einmal komplett umgab und ich war einfach erfüllt.

Erfüllt vom Glück, erfüllt mit Freude, erfüllt mit Zufriedenheit, erfüllt mit Liebe und ich merkt wie die erste Träne über mein Gesicht im Meer landete. Ich war einfach nur glücklich.

Es kamen Erinnerungen hoch – wie mein Opa früher immer mit mir ins Meer ging. Als ich noch zwei geflochtene Zöpfe hatte & einen knallroten Bikini mit blauen Rüschen trug – um den ich so lange bei Oma gebettelt hate, bis ich ihn bekommen habe. Mein Opa war für mich schon immer die Person, auf die ich aufgesehen habe. Er nahm mich aber nicht auf den Arm, um durch die großen Wellen zu kommen, sondern er sagte: „du musst durch die hohen stürmischen Wellen durch und um so weiter du in die Tiefen schwimmst, um so ruhiger und schöner wird das Meer.“

Jedes mal wenn ich mich von der Schönheit und der Ruhe auf dem Meer trieben lies, musste ich an die wundervollen Kindheitserinnerungen denken und war glücklich und dankbar, dass ich diese Erinnerung überhaupt haben durfte.

Nicht nur,dass meine Großeltern mir so viel ermöglicht haben und immer noch ermöglichen. Sie haben mir diesen Moment geschenkt und dieser eine Satz hat heute noch viel mehr Bedeutung & Tiefe.

„du musst durch die hohen stürmischen Wellen durch & um so weiter du in die Tiefen schwimmst, um so ruhiger & schöner wird das Meer.“

2 thoughts on “# thelittlethings 09.17 – Kindheitserinnerung”

  1. Eine wundervolle und schöne Erinnerung. Ich freue mich für dich mit. Es sind die kleinen Dinge im Leben ♥️
    Fühl dich gedrückt.
    Viel Spaß heute Abend auf dem Pressday 🙂

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